Schimmelprävention und Beseitigung der Ursachen

Schimmel in Wohngebäuden hat viele Ursachen. Die wichtigste - weil beeinflussbar durch den Nutzer - ist Feuchtigkeit. Oftmals kann eine Beratung über "richtig heizen - richtig lüften" das Problem lösen, sofern bauliche Ursachen ausgeschlossen werden können.

Oftmals treten Schimmelproblematiken auf, nachdem alte Fenster ausgetauscht wurden ohne die höhere Dichtigkeit und damit die verminderte Luftwechselrate zu berücksichtigen. Die Verglasung moderner Fenster hat deutlich bessere Wärmdämmeigenschaften, so dass es häufig zu Kondensatverschiebungen und damit Schimmelbildung an Aussenecken, Fensterleibungen und anderen kalten Oberflächen kommt, wenn die sonstigen baulichen Gegebenheiten nicht berücksichtigt werden.

Schimmel in Wohnräumen berechtigen die Mieter zu Mietkürzungen in Höhe von 20% (AG Köln 99, 222 C 371), sofern der Vermieter nicht nachweisen kann, dass die baulichen Gegebenheiten der DIN 4108-2 (Mindestwerte für Wärmedurchlasswiderstände von Bauteilen (Wärmebrücken)) und der DIN 1946-6 (Mindestanforderungen nutzerunabhängiger Luftwechsel zur Einhaltung der hygienischen Mindestanforderungen) erfüllt sind. Die Nachweispflicht liegt beim Vermieter.

 

 

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